Shakespeare, Schokolade und eine Mädchenschule
 

Es stellt sich natürlich die Frage, wie diese Begriffe zusammenpassen. Die Antwort lautet: Bei einem Besuch in Birmingham/England kommt man nicht darum herum.

Nach den Herbstferien flogen zwölf Schülerinnen und fünf Schüler mit Frau Diekjobst und Frau van Verth zum Austausch an die Kings Norton High School nach Birmingham, die im Sekundarbereich I eine reine Mädchenschule ist. Nach einer sehr stürmischen Landung (Orkan Ophelia tobte gerade über der Insel) und dem üblichen, sich anschließenden Drogentest des Handgepäcks durch einen Schnüffelhund wurden alle deutschen Besucher von ihren Gastfamilien in Empfang genommen und konnten sofort ihre Englischkenntnisse testen.

Zwei Tage stand der englische Schulalltag auf dem Programm. Dazu gehörte eine Art Projekttag, an dem wir u. a. lernten, diverse Knoten zu binden, wie man sich selbst verteidigt oder sein Geld gut anlegt.


Nun zur Schokolade. Von der Schule fußläufig zu erreichen, liegt eine weltweit agierende Schokoladenfabrik und da bot sich ein Gang durch die Erlebniswelt doch nahezu zwingend an. Versüßt wurde das Ganze durch sehr gehaltvolle Leckereien, die großzügig verteilt wurden.
Bleibt am Ende noch William Shakespeare. Mit seinem Leben und Schaffen machten uns die englischen Schülerinnen bei einem gemeinsamen Ausflug nach Stratford-upon-Avon auf dem Weg durch die Stadt bekannt. In Shakespeares Geburtshaus konnten wir uns von den darstellerischen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler überzeugen, die so nachhaltig waren, dass noch auf dem Bahnsteig vor der Rückfahrt nach Birmingham darauf zurückgegriffen wurde.


Das Wochenende gehörte den Gastfamilien und es standen Kinobesuche, Stadttouren oder sogar in einem Fall ein Ausflug nach London an. Da einige deutsche Schülerinnen bei indisch-stämmigen Familien untergebracht waren, kamen sie zudem in den Genuss, Diwali, das bedeutende, mehrtätige hinduistische Lichterfest kennenzulernen und daran teilzunehmen.

Jetzt freuen wir uns alle auf den Gegenbesuch der englischen Schülerinnen im nächsten Jahr und die Überlegungen für das Programm sind bereits in vollem Gange.


Petra van Verth